Bewerbungshilfen: Die besten Bewerbungs-Tipps
Welche allgemeinen Tipps gilt es für sämtliche Bewerbungsinhalte zu beachten? Wie organisiert man die Arbeit im Bewerbungsprozess? Wie behält man den Überblick? Welche formalen Regeln muss man unbedingt berücksichtigen? Welche inhaltlichen Punkte sind wichtig?
Nach erfolgreich bestandenem Studium startet für die meisten Absolventen die Bewerbungsphase. Hierbei werden viele mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. Jetzt gilt es, über sich selbst nachzudenken, über die eigenen Ziele, die eigenen Stärken und Schwächen. Viele haben selbstverständlich schon einmal eine Bewerbung geschrieben, beispielsweise für einen Praktikumsplatz.
Doch jetzt geht es um mehr. "Trotzdem nimmt manch ein Hochschulabsolvent den Bewerbungsprozess ein wenig auf die leichte Schulter", sagt HR-Berater Manfred Bergmann. "Sehr viele Bewerbungsmappen müssen wir gleich wieder zurücksenden, weil die äußere Form schon nicht stimmt. Unterlagen mit Flecken und Eselsohren, Urlaubs- statt Bewerbungsfotos und unzählige Rechtschreibfehler sind keine guten Aushängeschilder für Bewerber." Personalchef Thorsten Wagner beklagt, dass sich viele Bewerbungen nach Serienbriefen und Massenware anhören: "Statt unreflektiert aus Bewerbungsratgebern abzuschreiben oder Bewerbungen von Bekannten zu kopieren, hilft es Bewerbern, über sich selbst nachzudenken und an den eigenen Formulierungen zu arbeiten. Ein gutes Anschreiben und ein guter Lebenslauf sind keine leichte Aufgabe. Daran muss man feilen. Und vor allem sollte man die Unterlagen immer an das aktuell anzuschreibende Unternehmen anpassen."
Bewerben ist zeitintensiv
Der Bewerbungsprozess kann mehr Zeit in Anspruch nehmen als manche Bewerber glauben. Annika K., hat es vor zwei Monaten geschafft und bei einem Kosmetikmarkenunternehmen zwei Interviews mit Erfolg gemeistert und eine Stelle als Junior Brand Manager erhalten. Sie erinnert sich :"Bewerben kann ein Full-time-Job sein! Ich habe nach meinem BWL-Studium monatelang eine Stelle gesucht. Samstags habe ich die Stellenmärkte der FAZ und der Süddeutschen durchgearbeitet, zum Teil online. An zwei Tagen pro Woche habe ich intensiv alle Online-Stellenbörsen durchgekämmt. Und die restlichen Tage der Woche habe ich an Anschreiben und Lebensläufen gearbeitet und Unterlagen zusammengestellt. Ich hatte vorher keine Ahnung, wie lange so etwas dauert." Zunächst lohnt es sich, eine eigene Bewerbungsstrategie zu entwickeln. Welche Art von Stelle suchen Sie? In welchen Branchen haben Sie bereits erste Erfahrungen sammeln können? Welche persönlichen Kontakte könnten Sie ansprechen? Welche Kontakte von Familie oder Bekannten? Kann Sie jemand in Ihrem Bewerbungsprozess coachen? Würden oder müssen Sie ggf. über eine Trainee-Stelle, ein Volontariat oder ein Praktikum einsteigen?
Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung ist besonders wichtig. Am besten, man informiert sich, schon bevor man überhaupt mit dem Anschreiben anfängt. Eine intensive Web-Recherche hilft beim Beschaffen von Informationen über den potenziellen Arbeitgeber. Sollten in der Stellenanzeige keine Ansprechpartner genannt sein, sollte man diese über das Internet oder durch einen Anruf herausfinden.
Organisationstipps
Um bei der Anzahl der Bewerbungen, die man schreibt, nicht den Überblick zu verlieren, helfen folgende Organisationstipps:
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Erstellen Sie einen individuellen Lebenslauf und ein individuelles Anschreiben als Textdokument. Geben Sie den Dokumenten jeweils den Firmennamen Ihres potenziellen Arbeitgebers, Ihren Vor- und Nachnamen und die Bezeichnung Lebenslauf oder Anschreiben. Das erleichtert Ihnen selbst und auch der Personalabteilung das Wiederfinden des richtigen Dokumentes.
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Legen Sie die jeweilige Stellenanzeige aus einer Zeitung ebenfalls ab. Kopieren Sie Online-Anzeigen und speichern Sie diese ebenfalls unter dem Firmennamen und mit Angabe der Positionsbezeichnung und der Quelle mit Datum.
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Wenn Sie Lebensläufe per E-Mail versenden, vermerken Sie das auch im Dateinamen. So finden Sie später schneller passende Ausgangsdateien für neue Bewerbungen per E-Mail. In diesen haben Sie Ihr Foto und Ihre Unterschrift digital eingefügt, während Sie Foto und Unterschrift in der Version per Post noch von Hand ergänzen.
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Nach der Rechtschreibprüfung per Textverarbeitung und mehrmaligem Lesen und Fehlerkontrolle, ggf. auf im Ausdruck, speichern Sie die Datei am besten als PDF-Datei (Adobe Acrobat). So können Sie sich sicher sein, dass Ihre Unterlagen genau so aussehen, wie Sie es beabsichtigt haben. Beim Versenden von Textdateien bzw. Öffnen auf einem anderen Computer verschieben sich ab und zu Inhalte, gerade in Tabellen, die dadurch schnell sehr unübersichtlich wirken.
Ihr Dateiordner würde dann so aussehen:
FirmaX_Jobtitel_QuelleDerAnzeige_xxxx200xx.doc (oder .odt, .pdf, .jpg)
FirmaX_Vorname_Nachname_Lebenslauf.doc (oder .odt)
FirmaX_Vorname_Nachname_Anschreiben.doc (oder .odt)
FirmaX_Vorname_Nachname_Lebenslauf.pdf
FirmaX_Vorname_Nachname_Anschreiben.pdf
FirmaY_Jobtitel_QuelleDerAnzeige_xxxx200xx.doc (oder .odt, .pdf, .jpg)
FirmaY_Vorname_Nachname_Lebenslauf_Email.doc (oder .odt)
FirmaY_Vorname_Nachname_Anschreiben_Email.doc (oder .odt)
FirmaY_Vorname_Nachname_Lebenslauf_Email.pdf
FirmaY_Vorname_Nachname_Anschreiben_Email.pdf
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Speichern Sie aktuelle Bewerbungen in einem Ordner. Verschieben Sie jede Bewerbung in einen anderen Ordner, für die Sie eine Absage erhalten.
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Führen Sie in Ihrem Kalender und in einer Datei Buch über Ihre Bewerbungen. Firmenname, Position, wann abgeschickt, wie (Post, E-Mail), wann Eingangsbestätigung, Ergebnis mit Datum (z.B. Einladung zum Vorstellungsgespräch, Absage). Zum einen verlieren Sie so selbst nicht den Überblick. Zum anderen hilft Ihnen eine solche Datei – falls Sie arbeitslos gemeldet sind – auch dabei, Ihre Bemühungen zu belegen und eventuell Bewerbungskostenzuschüsse zu erhalten.
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Legen Sie sich einen Vorrat an Kopien Ihrer Zeugnisse und Zertifikate, Druckerpapier, Fotopapier bzw. Fotos, Fotokleber, Druckerpatronen bzw. -kartuschen, Bewerbungsmappen, Umschlägen und Briefmarken an. (Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Originalzeugnisse sicher an anderer Stelle ablegen.)


